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Wanderwoche Ötztal 7. - 14. September 2013

Mit 18 Naturfreunden ging es zur Wanderwoche nach Längenfeld im Ötztal. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir das Hotel und starteten gleich zur ersten Wanderung. Direkt von Längenfeld marschierten wir nach Burgstein und dann über die gerade erst errichtete 80 m lange Hängebrücke, von welcher wir einen wunderbaren Ausblick über den Talboden hatten. Zwei Teilnehmer nahmen die anspruchsvolle Tour auf den Gamskogel mit 2.813 m erfolgreich in Angriff.

Aufgrund der eher instabilen Wetterprognose für die gesamte Woche, entschieden wir uns bereits am nächsten Tag auf den Hangerer (3.021 m) zu marschieren. Von Obergurgl aus fuhren wir mit der „Hohe Mut-Bahn“ bis zur Zwischenstation, gingen weiter zur Schönwieshütte und von dort auf erdigen Wegen über Feuchtwiesen, Weideflächen und große Steinplatten zum Gipfel des Hangerers.

Recht abwechslungsreich war auch unsere Tour zum Brunnenkogelhaus. Von Sölden „Haltestelle Freizeitarena“ ging es mit dem Wanderbus zur Windachalm auf 1.958 m Seehöhe. Die weitere Wanderstrecke führte über einen tosenden Gebirgsbach mäßig steil durch den Wald, anschließend über Wiesen mit unendlich vielen Preisel-, Moos- und Rauschbeeren, vereinzelt auch Zirben. Der letzte Abschnitt war gekennzeichnet von Geröll und Steinplatten. Recht steil war das letzte Stück bis zum Brunnenkogelhaus (2.738 m). Optisch erschien es, als ob diese Hütte direkt auf einem Gipfel thronen würde. Auf den „Vorderen“ und „Hinteren Brunnenkogel“, sowie den Rotkogel marschierten dann nur mehr die ganz beherzten Bergsteiger.

Sehr interessant war die Wanderung am Panorama-Wanderweg nach Vent. Mit dem Ötztal-Bus ging es von Sölden (Haltestelle Parkplatz Gaislachkoglbahn) zum Tiefenbachferner auf 2.800 m Seehöhe. Direkt vom Parkplatz weg führte eine Schotterstraße. Leicht abfallend, die Hänge eines Seitenkars querend, erreichten wir zwischen einem Felsriegel den Mutboden. Die weitere Strecke ging über einen Moränenrücken bis auf 2.550 m hinab. Der Weg führte nun fast höhenlinienparallel zu den steilen Südhängen des Weißkopfkogels. Im letzten Abschnitt, wo wir bereits Vent im Blicke hatten, ging die Wanderung über feuchte Grasböden und schlussendlich erreichten wir über eine Schotterstraße, nach einer ca. 4-stündigen Tour und zurückgelegten 900 Höhenmetern, den Ort Vent auf 1.900 m Höhe.

Da wettertechnisch ein Hoch vorausgesagt wurde, war die Tour auf den Gamskogel fast ein Muss.  Von Gries starteten wir über den Forstweg zur Nisslalm und weiter durch Föhrenwald über Blocksteine - teilweise seilversichert - auf den Gipfel, der zu diesem Zeitpunkt bereits leicht verschneit war. Zurück wurde der gleiche Weg genommen. Am späten Nachmittag stand dann noch der Klettersteig „Lehner Wasserfall“ am Programm.

Da sich einige unserer Truppe auch einmal eine Pause gönnen wollten, entschlossen sie sich, von Sölden mit dem Gletscherbus zum Rettenbachferner und mit der Gondel auf die Schwarze Schneid zu fahren. Es blieb dann noch genügend Zeit für eine weitere Gondelfahrt auf den 3.056 m hohen Gaislachkogel.

Da das Wetter an einem Tag so gar nicht wollte, kam der einstimmige Beschluss für die eindrucksvolle, leichte Wanderung entlang des Ötztaler Sagenweges zum Alpengasthof am Feuerstein, ausgehend von Huben. An diesem Tag kamen auch die Thermenliebhaber voll auf ihre Rechnung.

Am letzten Tag der Wanderwoche entschied sich die Gruppe für den Weg zum Hochjoch-Hospiz (2.412 m) im hintersten Teil des Rofentales. Vorbei ging es an den Rofenhöfen, die höchstgelegenen, dauerbesiedelten Bergbauernhöfe Österreichs. Auf einem schmalen Steig entlang der Felsen, sanft ansteigend, immer mit dem Blick zur Rofenache, erreichten wir nach rund 2 ½ Stunden das Hochjoch Hospiz, ein gewaltiger Bau, renoviert in den Jahren 2002 bis 2004.

Ob für Bergsteiger, Wanderer oder einfach ein wenig zum Relaxen, das Ötztal bot für jeden etwas.

einige Teilnehmer
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Naturfreunde St. Stefan im Gailtal

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