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Wanderwoche Gardasee

der NF-Ortsgruppe St. Stefan i.G. vom 14. – 20. Sept. 2014

 

Nach einem sehr verregneten Sommer hofften 17 Naturfreunde auf eine sonnenreiche Wanderwoche am Gardasee. Zum Glück ging dieser Wunsch in Erfüllung und wir erlebten wunderbare Tage mit vielen Wanderungen und Klettereien. Unsere Anreise ging durch das Pustertal – Brixen – Bozen –Torbole und schlussendlich erreichten wir nach ca. 4 Stunden Riva. Kurz nach der Ankunft starteten wir zur ersten Tour auf den Monte Brione, dem Hausberg auf 376 m Seehöhe. Es ging durch Olivenhaine mit vielen Ausblicken auf Riva und Torbole. Ein geschichtlich interessanter Rundgang mit den Befestigungsbauten und Bunkern aus dem 1. Weltkrieg.

Der Ausgangspunkt des zweiten Tages war Biacesa, auf 420 m Höhe. Die Klettersteiggeher mit vier „Kletterneulinge“ nahmen den Klettersteig auf den Cima Rocca in Angriff. Durch die Galleria de Guerra und durch Stollen ging es vorerst bis zur Kirche San Giovanni (840 m). Von hier aus führte die zweite Etappe, durch ein weit verzweigtes Stollensystem, zum Cima Rocca auf 1.089 m. Der Weg der Wanderer führte ebenfalls zur Kirche, steil bergan, etwas unwegsam, zum Teil über Felsgestein, zum Bonchet dei Concoli  und schließlich zurück durch Laubwald entlang einer Bikerstrecke.

Am Dienstag stand die Wanderung auf den Monte Bestone (916 m) am Programm. Mit dem Schiff ging es vorerst nach Limone. Zuerst führte ein kurzer betonierter Weg bis zu einem Wasserbassin, danach ging es stetig durch Wald entlang des Bachbettes, abwechselnd flach und steil, bis auf 780    m. An einer leicht übersehbaren Stelle ging es dann über den Weg Nr. 211 weit bergab, bis wir schließlich über den letzten, extrem steilen und rutschigen Weg den Gipfel des Monte Bestone erreichten. Der Lohn der Mühe war eine fabelhafte Aussicht auf den oberen Gardasee (Riva, Malcesine). Groß war unsere Freude, als uns am Gipfel Walter,  ein Naturfreund unserer Ortsgruppe, mit einer Erfrischung erwartete. Zum Glück war der Retourweg auf der gegenüberliegenden Bergseite die etwas flachere, knieschonendere Variante. Unterwegs waren wir ca. 5 Stunden.

Der nächste Tag stellte eine ordentliche Herausforderung für die Kletterer dar. Geplant war ursprünglich, sowohl für die Wanderer als auch die Kletterer, der Gipfel des Cima Sat oberhalb von Riva auf 1.246 m. Auf einem breiten, mit Steinen gepflasterten Wanderweg ging es vorerst bis zur Bastion. Von hier aus führten Serpentinen kontinuierlich hoch durch den Wald, bis zur Kapelle Santa Barbara auf 560 m. Ab hier mussten die Klettersteiggeher acht ausgesetzte Leitern bis zum Gipfelaufbau bewältigen. Nach einer kurzen Gipfelrast ging es 1.200 m bergab bis nach Riva. Die Wanderer fassten den Beschluss, den Tag an der Kapelle sportlich zu beenden. Nach einer gemütlichen Einkehr in der Barbara-Hütte standen eine Stadtbesichtigung und Baden am Programm.

Am darauffolgenden Tag war etwas Ruhe angesagt und so starteten wir eine kleine Wanderung entlang der Strada del Ponale. Der Weg wurde 1851 in den Fels gesprengt und ist seit 2004 als Rad- und Wanderstrecke ein wundervoller Panoramaweg. Unsere Wanderung endete bei einer Bar mit einer phänomenalen Aussicht.  Die Besichtigung von Arco mit der Burgruine, sowie der Kletterfelsen waren die Programmpunkte für den Nachmittag.

Am letzten Tag gab es wieder eine ausgiebige Wanderung. Ausgewählt dazu wurde die Punta Telegrafo (2.200 m) im Baldo Gebirge. Von Riva ging es über Avio bis zum Rifugio Novezzina. Von hier starteten wir unsere Wanderung zuerst über Wiesen, später steiniger werdend, in Serpentinen Richtung Punta Telegrafo. Nach ca. 2,5 Std. erreichten wir den Gipfel der Punta Telegrafo auf 2.200 m. Nach kurzer Gipfelrast kehrten wir im darunter liegenden Rifugio ein. Die Hälfte der Mannschaft marschierte weiter zum Cima di Valdritta (2.218 m), der höchsten Erhebung des Baldo Gebirges. Das letzte Stück dieses Berges ist felsig und luftig, so ist absolute Schwindelfreiheit erforderlich. Die andere Hälfte ging auf dem Aufstiegsweg zurück.

Samstag - Heimfahrt…. Um diese Woche noch abzurunden wurde der Besuch des Mountain Museums (Reinhold Messner Museum) in Bozen auf der Burg Sigmundskron beschlossen. Hier wurde uns die Größe der Berge in einer ganz anderen Dimension bewusst, jedenfalls war es ein würdiger Abschluss unserer Wanderwoche.

Die gute Fahrt mit zwei Bussen der Naturfreunde, die vielen gemeinsamen Interessen und Gespräche, der Spaß in der Gruppe und die Wertschätzung der Natur eines jeden Einzelnen, machte diese Woche zu einem unwiederbringlichen Erlebnis. Dafür sei allen recht herzlich gedankt.

 

Iskrac Margit

Die Teilnehmer auf der Ponale Strasse
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Naturfreunde St. Stefan im Gailtal

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