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Defereggental 20.08. - 23.08.2015

Auch heuer durften wir wieder mit Jürgen ein regenfreies Wochenende im Defereggental erleben. Nach der individuellen Anreise am Donnerstag mit anschließender Übernachtung im Haus Alpina in St. Jakob ging es am Freitag gemeinsam auf den Hinterbergkofel (2.727 m). Vom Staller Sattel aus wanderten wir in angenehmer Steigung über Almgelände durch das Weißenbachtal. Nach ca. 2 Stunden führte uns der Weg dann steil über einen Geröllhang zum Gipfelgrat und weiter bis zum Gipfel, den wir nach einer weiteren Stunde problemlos erreichten. Ein grandioser Ausblick belohnte unsere Mühe.

Vom Gipfel stiegen wir den Weg zurück zur Halsscharte (2.546 m). Über diese und ohne nennenswerte Höhendifferenz ging es weiter bis zum Gsieser Törl (2.205 m). Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es über den im oberen Teil oft sehr feuchten Weg weiter bis zur Blindisalm (1.894 m), wo wir mit hausgemachtem Kuchen und frischem Joghurt  verwöhnt wurden, um den anschließenden, recht steilen Weg durch den Wald bis nach Maria Hilf zu meistern. Hier parkte bereits eines unserer Autos, mit dem die restlichen Fahrzeuge wieder am Staller Sattel abgeholt wurden. Ein erfrischendes Überraschungsbier, aus dem Auto unseres Obmannes gezaubert, vor dem Kirchlein in Maria Hilf rundet diese wunderschöne erste Wanderung ab.

Am Samstag ging es nach einer kurzen Autofahrt über die Mautstraße bis zur Patscher Alm. Hier angekommen, ist man sich über das Tragen der Wanderbekleidung noch nicht ganz einig – im Schatten Winterkappe mit Handschuhen und in der Sonne kurze Hosen. Es führte uns ein leicht ansteigender Forstweg in das Patschertal bis zur Materialseilbahn. Über einen recht steinigen Weg marschierten wir bis in den geröllbedeckten Talschluss. Hier weideten sogar noch Kühe, viele kleine Wasserfälle mündeten in einen Bach – Blumen umsäumten den Weg – landschaftlich einzigartig – bis uns schließlich nur mehr steile Kehren über felsdurchsetztes Gelände zum Standplatz der alten Barmer Hütte führten.

Von hier aus sah man schon die frei liegende, ca. noch 10 Minuten entfernte, neue Barmer Hütte (2.610 m), – unser Ziel. Hier konnten wir uns ausgiebig bei „Suppe und Kuchen“ stärken und unsere, für manche Wanderer etwas verlassenen Kräfte, wieder sammeln. Problemlos führte uns derselbe Weg wieder zurück. Eine grandiose Ziegenkäseproduktion auf der Patscher Alm wurde von unseren Wanderern zum Schluss auch noch kaufkräftig unterstützt, bevor wir mit dem Auto wieder nach St. Jakob fuhren. Die Ermüdungserscheinungen am Abend nach zwei ausgiebigen Wandertagen waren schon deutlich spürbar.

Der Sonntag sollte demnach etwas „ruhiger“ verlaufen. So entschied Jürgen mit uns über den Höhenweg nach Maria Hilf  und dann weiter auf die Alpe Stalle zu wandern. Schon der Gedanke an die dort bekannten „Schlipfkrapfen“ ließ den Weg sehr kurz erscheinen. Wir wurden nicht enttäuscht – der Wanderweg führte uns zum Teil über einen Güterweg und teilweise über Abkürzungen durch den Wald bis zur Alpe Stalle, wo wir wirklich hervorragend bewirtet wurden. Wieder zurück im Tal, ging es dann der Schwarzach entlang retour bis St. Jakob. Bei gemeinsamen Kaffee und Kuchen ließen wir noch die drei wunderschönen Tage Revue passieren, bevor wir uns wieder vom Defereggental verabschiedeten. Danke Jürgen!

 

Petra Kaiser

auf dem Weg zur Barmer Hütte
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