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Defereggental

Alle Jahre wieder – das Defereggental ist nun fast schon zur zweiten Heimat der NF St. Stefan geworden (28. bis 31. Juli 2016)

Am Donnerstag, dem eigentlichen individuellen Anreisetag, wanderten bereits einige der insgesamt 25 Teilnehmer dieses Tourenwochenendes, von der Oberhausalm durch das Seebachtal auf die Jagdhausalm und zum Pfauenauge. Beim Abendessen im Jagawirt waren nun alle Wanderer komplett – die erste gemeinsame Tour auf das „Weiße Beil“ (2767 m) für den nächsten Tag wurde in geselliger Runde besprochen, bevor sich jeder individuell auf die erste gemeinsame Wanderung vorbereitete.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Freitag, brachte uns ein Taxi in drei Gruppen durch das Trojertal bis zum höchstmöglichen Parkplatz zur Waldebrücke. Von hier aus wanderten wir in vielen Serpentinen recht steil durch den Wald, vom Duft der Zirben begleitet, bis zur über der Waldgrenze liegenden Oberseitalm. Nach einer kurzen Trinkpause und dem Genuss der atemberaubenden Aussicht, ging´s weiter. Bevor der Grashang wieder steiler wurde, entschieden sich einige Mitwanderer doch lieber die Aussicht zu geniesen und hier auf die Gipfelstürmer zu warten. In minimierter Anzahl wanderten wir nun den steilen Geländerücken höher bis wir zuletzt über einige Blöcke nach ca. 3,5 Stunden den Gipfel auf 2.767 m erreichten. Kurze Gipfelrast mit Jause und dann wieder hinunter zur wartenden Gruppe. Gemeinsam marschierten wir dann von der Oberseitalm über den, auf ca. 2000 m meist eben führenden, Blumenweg über die Reggenalm bis hinunter nach Trogach zur Jägerstube, wo bereits unsere bereitgestellten Autos - und ein Erfrischungsbier – warteten. Der unterhaltsame Wirt bescherte uns noch einen lustigen Abschluss dieser wunderschönen Wanderung bei strahlendem Sonnenschein.

 

Am Samstag, meinte es der Wettergott abermals gut mit uns. Wir fuhren nach Hopfgarten, wo uns das Taxi durch das Zwenewaldtal bis zum Parkplatz unter der Bloshütte brachte. Von hier stiegen wir im morgentlichen Schatten über den gut bezeichneten „Fenstersteig“ links des Wasserfalles hoch zur ersten Steilstufe. Weiter über felsige und schrofige Passagen erreichten wir nach ca. 3 Stunden den wunderschön eingebetteten Geigensee auf 2409 m. Hier genossen wir die wohlverdiente Pause und eine kurze Abkühlung unserer Füße im See. Die meisten Teilnehmer stiegen auf dem Rückweg noch einmal ca. 100 m über einen recht steilen Grashang mit felsigen Abschnitten zum Pumpersee (2487 m) auf, der uns mit gelben Alpenblumen übersät empfing. Vor lauter Freude entsprang uns ein Liedlein aus der Kehle bevor wir wieder gemeinsam über den Aufstiegsweg bis zur Bloshütte abwärts wanderten. Nach einer Kuchen- und Kaiserschmarrn-Stärkung wurden wir vom Taxi wieder ins Tal gebracht, wo der Abend gemütlich ausklang.

 

Die Wettervorhersage für Sonntag war nicht sehr berauschend und nach dem Regen in der Nacht waren die Teilnehmer sehr überrascht, als am darauffolgenden Morgen beim Frühstückstisch die Sonne lachte. So wurde die bereits geistig vorbereitete Heimfahrt auf Nachmittag verschoben und wir fuhren nach dem Frühstück bis zur Speikbodenhütte (2050 m). Gemeinsam marschierten wir vom Parkplatz über die Waldgrenze hinaus über Almhänge bis die Wolken immer dichter wurden und ein Großteil der Wanderer sich entschied umzukehren. Der harte Kern stieg noch steiler hoch bis auf Kammhöhe und über den breiten Gratrücken und einige Schrofen bis zum Speikboden (2653 m), wo wir von einem übergroßen Gipfelkreuz begrüßt wurden. Da die Regenwolken nun endgültig weinen wollten, stiegen wir nach einer kurzen Beweisfotoaufnahme und Trinkpause gleich wieder ab. Der starke Regen setzte gerade richtig erst beim ersten großen Bier in der Speikbodenhütte ein, sodass wir alle noch eine gemütliche Abschlusstour im Defereggental geniesen konnten.

 

Petra Kaiser

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