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16-Stunden-Wanderung

Von Weißbriach über den Gailtaler Höhenweg auf die Windische Höhe

Das Ganze in 16 Stunden – das war der Plan.

Bei Vollmond und fast wolkenfreiem Himmel starten wir um 22:30 Uhr in Weißbriach. Entlang der alten Passstraße geht es aufwärts, nach einem Kilometer biegen wir Richtung Osten ab, der Mittagsnock mit 1473 m ist das erste Ziel.

Manuela, Anni, Raimund, Markus, Ossi, Christian, Gerhard sind meiner Einladung gefolgt diese lange Wanderung auf sich zu nehmen.

Die Stimmen verstummen als es nach einer Stunde steiler nach oben geht. Im Schein der Stirnlampe gebe ich acht nicht den Weg zu verlieren. Die letzten 10 Minuten zum Mittagsnock, welchen wir nach knapp 2h erreichen, wandern wir entlang eines scharfen Grates. Ein kurzes „Berg frei“ und weiter geht es auf die Naggler Alm. Mittlerweile haben sich Wolken vor den Mond geschoben und so muss uns auch auf den freien Flächen die Stirnlampe den Weg weisen. Beim Aufstieg über den Geißrücken auf die Jadersdorfer Alm weht uns ein frischer Wind entgegen. Auf der Alm angekommen suchen wir den Brunnen zum Wassertanken, da fängt es auch schon zu regnen an. Flotten Schrittes gehen wir zur Kohlröslhütte wo wir auf der Veranda Schutz vor der Nässe erhalten.

Ich packe Kaffee und Kuchen aus, Frühstück um 02:45 Uhr - auch nicht schlecht.

Der Regen hört bald auf und wir brechen auf - nächstes Ziel: der Golz. Als wir die letzten Höhenmeter bewältigen fängt es an zu dämmern und am Gipfel können die Stirnlampen eingepackt werden - es ist kurz vor 5:00 Uhr. Hier auf 2004 m Seehöhe machen wir eine kurze Rast und die ersten Fotos.

Beim Abstieg vom Gipfel werden die Rückenschmerzen von Raimund immer schlimmer, so dass er beschließt nach Radnig abzusteigen. Nun erreichen uns auch die ersten Sonnenstrahlen. Über die Möschacher Alm und der Nordseite des Möschacher Wipfels erreichen wir die Obervellacher Alm. Von hier geht es nun wieder aufwärts zum höchsten Punkt der Tour, den Spitzegel mit 2119 m. Den Gipfel erreichen wir um 07:35 Uhr. Die Sonne versteckt sich immer wieder hinter den Wolken was aber den Rundblick nicht stört. Hier machen wir eine ausgiebige Rast und stärken uns auch noch mit der 2. Thermoskanne Kaffee.

Weiter geht es über den genialen Grat Richtung Vellacher Egel 2108 m. Um 09:30 Uhr ist auch dieses Gipfelfoto im Kasten und wir steigen auf den Vellacher Sattel ab. Dort warten bereits Pauline, Hannah, Petra, Dagmar, Renate und Erwin auf uns die um 06:00 Uhr in Presseggen gestartet sind. Nach einer freudigen Begrüßung setzten wir den Weg Richtung Graslitze fort. Am Förolacher Sattel warten dann 10 Liter Getränke auf uns, welche ich noch am Donnerstagabend dort deponiert hatte. Nun folgt noch der letzte schwere 150-hm-Anstieg bis auf die „Schneid“. Um dreiviertel Zwölf sind dann alle beim Gipfelkreuz angekommen. Auch die zweite Pause haben wir uns redlich verdient.

Als Erwin dann aber die Kaffeemaschine auspackt, den Tisch deckt und für alle einen Espresso kocht, bleibt auch mein Mund offen!!! Das hat das Gipfelkreuz sicher noch nicht oft gesehen!!!

Markus und Gerhard verlassen uns nun, denn die haben noch einen Besuch auf der St. Stefaner Alm geplant. Mit dem Rest wandern wir weiter über die Schneid zu den 2 Gipfelkreuzen am Ostgipfel. Dann steigen wir auf die Köstendorfer Alm ab. Der Brunnen unter der Schnabelhütte spendet überraschenderweise genug Wasser, so können wir unsere Vorräte wieder auffüllen. Gott sei Dank ziehen immer wieder Wolken durch, sodass es nie zu heiß wird.

Die Köstendorfer Alm finden wir fast ganz verlassen vor, nur in einer Hütte treffen wir jemanden.

Einmal geht es noch 100 hm aufwärts bevor es endgültig nur mehr bergab geht. Ich mache nun den Schlussmann und gebe Ossi moralische Unterstützung. Wir zwei erreichen dann um 15:30 Uhr, 20 Minuten nach dem Rest unser Ziel die Windische Höhe.

32 km und 2700 positive Höhenmeter liegen hinter uns. Glücklich und zufrieden genießen wir das lang ersehnte Bier. Auch den Hunger können wir im  Gasthof Enzian besänftigen.

Raimund und Jürgen warten schon auf uns und bringen uns sicher an den Ausgangspunkt St. Stefan zurück.

 

SchoWe

 

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