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Defereggen 2017

Defereggental ,  20. bis 23. Juli 2017

 

Das Defereggental mit den Gemeinden Hopfgarten, St. Veit und St. Jakob, durchflossen von der Schwarzach, ist angeblich das unberührteste Tal der Alpen. Kein Wunder, dass es die NF St. Stefan schon seit Jahren nach St. Jakob zieht, wo uns Jürgen die schönsten und interessantesten Berge und Almen zeigen kann.

Sieben Naturfreunde, die einen Tag früher angereist waren, hatten sich den Großen Leppleskofel (2.811 m) als „Eingehtour“ ausgesucht. Mit der Gondelbahn und anschließend mit dem Sessellift ging es hinauf zur Mooseralm. Zuerst mäßig steil zu einer Scharte, dann in steilen Kehren zur Westschulter hinauf. Auf einem Grasrücken wurde dann der Gipfel erreicht. Da das Wetter bedenklich erschien, erfolgte gleich nach dem Gipfelfoto der Abstieg. Eine kurze Rast ging sich auf der Mooseralm noch aus, dann ging es mit dem Sessellift zurück. Einige wagten den Rückweg über die Skipiste, die Anderen nahmen den bequemeren Weg mit der Gondelbahn. Beide Gruppen erreichten noch vor dem großen Regen die Unterkunft.

Für Freitag stand die Rote Wand auf 2.818 m, ausgehend vom Staller Sattel (2.016) m auf dem Tourenplan.

Wir parkten bei der ehemaligen Grenzstation und marschierten von hier den Schildern folgend in das Ackstal.  Weiter ging es entlang des Acksbaches über einen teils steinigen Weg in den Kessel unterhalb der Kaserspitze. Hier wendete sich der Weg nach Westen und an einem Wegweiser zweigten wir dann vom breiten Weg zur Hexenscharte rechts ab. In einem großen Rechtsbogen erreichten wir den weiten Talkessel und folgten dessen Verlauf. Allmählich wurde es immer steiler,  vor allem die letzten Meter zur Gipfelscharte. Am kurzen Grat folgten wir den Steigspuren über einige Schrofen zum Gipfel.  Hier befindet sich ein Gipfeltisch, der sehr viel über die umliegenden Berge zu erzählen hat. Die dunklen Wolken waren für eine Gipfeljause nicht unbedingt einladend. Nach unserem „ Berg Frei“ und dem Gipfelfoto ging es in schnellen Schritten auf dem gleichen Weg zurück, wo wir von einem heftigen Regenguss und leichtem Gewitter begleitet wurden. Als wir am Parkplatz unsere Jause auspackten, zeigte sich wieder ein wenig die Sonne. Auf dieser Tour waren wir  ca. 5 ½ Stunden unterwegs.

Für Samstag, den 22. 07. war das Hochkreuz auf 2.740 m geplant. Aufgrund des intensiven Regens in der Nacht und der weiteren unstabilen Wetterprognose wurde diese Tour umgeplant und so machten wir eine gemütliche und landschaftlich absolut reizvolle Wanderung zur Jagdhausalm . Über eine Mautstraße ging die Fahrt bis zum Parkplatz der Oberhausalm (1.786 m). Von dort marschierten wir durch Zirbenwald, und nach etwa 30 Min. lag vor uns das nunmehr baumfreie Almgebiet der Seebachalm (1890 m). Kurze Zeit später sahen wir das erste Mal die Jagdhausalm. In einem darauf folgenden Flachstück befindet sich auf der rechten Seite der beschilderte Steig abwärts in Richtung Bach, danach ging es über eine Holzbrücke direkt zur Jagdhausalm auf 2.009 m. Urkundlich wurde die Alm bereits im Jahre 1212 erwähnt. Heute bestehen noch  15 Steinhäuser mit Hausnummern (Bewirtschaftung nur im Sommer)  und eine Kapelle.

Oberhalb der Jagdhausalm  gibt es noch ein Naturjuwel, das Pfauenauge, ein kleiner Teich, der aufgrund seines Bewuchses einem Pfauenauge ähnelt. Am Hügel  selbst  befindet sich ein  Marterl  mit einer Bank. Nach der gemütlichen Einkehr machten wir uns auf denselben Weg zurück und auch die Sonne meinte es gut mit uns.

Die unstabile Wetterlage setzte sich auch am Sonntag fort. Noch dazu erfuhren wir an diesem Morgen vom tragischen Bergunfall unseres Naturfreundes Franz Gallautz im Montblanc-Massiv. Die Stimmung und Motivation für eine weitere Wanderung wollte bei niemandem mehr aufkommen und so entschlossen wir uns, am Sonntag nach dem Frühstück die Heimreise anzutreten.

Vielen Dank an Jürgen für die Flexibilität aufgrund der unvorhergesehenen Ereignisse.

 

Margit

 

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