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Tauernhauptkamm Überschreitung

Gr.Wiesbachhorn 3564m, Hinterer Bratschenkopf 3413m, Klockerin 3425m

Am Freitag den 27. Juli 2012 trafen wir  beim Feuerwehrhaus in St.Stefan um ca. 8 Uhr zu einer Hochtour in den Tauern zusammen. Christa, Susi, Erwin. Peter, Werner, Raimund. SchoWe und Franz stiegen in den Naturfreundebus und wurden von Markus, nach Kaprun gefahren. Um 9:00 Uhr waren wir in Mallnitz am Bahnhof und warteten auf die Durchschleusung mit der ÖBB. Die Wartezeit nutzten wir zu einem zweiten Frühstück. Die Fahrt ging bei schönstem Wetter durch das Gasteinertal mit seinen Kurorten, vorbei an Zell am See im Salzachtal nach Kaprun zum Parkplatz „Kesselfall-Alpenhaus“. Um 11:30 Uhr verabschiedeten wir uns von Markus welcher wieder nach Hause fuhr. Von hier transportierte uns der Bus der Tauernkraftwerke AG zum Stausee „Mooserboden“ auf 2040m Seehöhe. Dort angekommen genossen wir das herrliche Panorama  mit seinen vergletscherten Alpengipfeln und der Kraftwerksanlage mit den beiden Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden. Der Aufstieg über den „Haushoferweg“ zum Heinrich-Schwaiger-Haus auf einer Seehöhe von 2802m kostete bereits einige Schweißtropfen. Aber nach der Ankunft bei der Hütte um 14:45 Uhr konnten wir uns richtig entspannen und die hochalpine Aussicht richtig genießen. Ein etwas überforderter Hüttenwirt begrüßte die Truppe und wies uns die Zimmer zu. Vor dem Abendessen wanderten und kraxelten einige in der näheren Umgebung der Hütte herum, SchoWe bis zum Wiesbachhorn. Danach saßen alle Gäste vor der Hütte und fotografierten um die Wette, den der Abend bescherte allen einen selten schönen Sonnenuntergang. Um 22:00 Uhr punktgenau rief der Hüttenwirt „Sperrstunde“.

Samstag 28.Juli 2012 um 6 Uhr saßen alle, noch ziemlich unausgeschlafen beim Frühstück. Christa, Erwin und Raimund klagten über Kopfschmerzen und Übelkeit. Sie stiegen später wieder ins Tal und fuhren mit der Bahn nach Hause. Zu fünft, (Susi, Peter, Werner, SchoWe und Franz) nahmen wir die Tour um 6:30 Uhr in Angriff. Der Weg führte über den „Unteren Fochezkopf  3022m“, den „Oberen Fochezkopf 3159m“, einer leichten Blockkletterei (Kaindlgrat) auf das „Große Wiesbachhorn“ mit seinen 3564 Metern Seehöhe unseren höchsten Gipfel dieser Tour. Um 8:40 Uhr waren wir beim Gipfelkreuz angelangt, fotografierten ausgiebig und erkundeten den weiteren Verlauf des Weges. Nach dem Abstieg in die Wielingerscharte (3265m)  zogen wir Klettergurt und Steigeisen an und banden uns ins Seil. Von der Scharte führt der Weg über den Gletscher und einen Felsgrat zum „Hinteren Bratschenkopf“ auf 3413m wo wir um 10:45 Uhr ankamen. Wieder hatten alle Zeit zum Fotografieren und die Aussicht zu genießen. Bergab führt der Weg über die Bratschenkopfscharte (3383m) zum Bratschenkopfkees (3295m) und über einen Schnee- und Eisrücken auf den Gipfel der „Klockerin“ (3425m). Um 11:45 Uhr erreichten wir auch diesen herrlichen Schneeberg, fotografierten und labten uns ein wenig, bevor der Abstieg über einen langen Felsrücken zur Gruberscharte abstiegen. Es war 12:40 Uhr als wir das Gruberbiwak (3104m) erreichten. Es begannen sich langsam Gewittertürme zu bilden. Weiter hieß die Devise. Ein langer Pfad führt zuerst über das östliche- zum westlichen- Bärenkopfkees und weiter zur Keilscharte (3187m). Ankunft in der Keilscharte war bereits 14:00 Uhr und es begann leicht zu regnen. Den Weiterweg über das Bockkarkees zur Bockkarscharte, weiter durch den Wasserfallwinkel auf  den Großen Burgstall wo die Oberwalderhütte (2972m) steht vermießte uns ein Gewitter mit Sturm, Regen und sogar Graupelschauer. Es war bereits 15:30 Uhr als wir unsere nassen Klamotten in der Hütte ausziehen durften. Nach ein paar wärmenden (kühlen) Getränken und einem köstlichen Abendessen (keine überforderten Wirtsleute) legten wir uns zur Nachtruhe in die Lager und schliefen (hoffentlich alle) bald ein.

Am Sonntag war Schlechtwetter angesagt, daher nahmen wir das Frühstück etwas später zu uns. Um 8:20 Uhr gingen Susi, Peter, Werner, SchoWe als auch Franz von der Hütte weg und erreichten um 9:05 Uhr den Gamsgrubenweg. Ab hier bis zur Franz-Josefs-Höhe wanderten wir gemütlich dahin, fotografierten Murmeltiere und Steinböcke bis alle um 10 Uhr ankamen. Chrisi holte uns hier mit dem Bus ab. Die Heimreise führte nach Heiligenblut, durch das Mölltal, über den Iselsberg, durch das obere Drautal, über den Gailbergsattel und das Gailtal wieder nach Hause.

 

Berg frei   

 

Franz G.

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Naturfreunde St. Stefan im Gailtal

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