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von Reschenpass zum Gardasse

­­­­Nach 7-stündiger Anreise mit dem Reisebus der Fa. Wastian von St. Stefan (05:00 Uhr) über Kötschach, Lienz, Kitzbühel und Landeck erreichen wir, das sind 31 SportlerInnen der Naturfreunde St. Stefan und der Naturfreunde Oberes Gailtal, pünktlich um 12:00 Uhr Nauders, den Startort unserer mehrtägigen Radtour vom Reschenpass zum Gardasee.

Samstag, 30.05.2015 12:30 Uhr, 1. Etappe NAUDERS – SCHLANDERS.
Mit vereinten Kräften sind alle Fahrräder schnell entladen und nach kurzer Tourenbesprechung starten wir bei herrlichem Wetter Richtung Süden. Vorbei an Bauernhöfen, die Staatsgrenze passierend noch eine kurze Steigung und der höchste Punkt der heurigen Tour, der Reschenpass, ist erreicht. Nach kurzer Abfahrt fahren wir durch den Ort Reschen, am Reschensee entlang und bald wird der Blick auf den versunkenen Kirchturm von Graun frei. Der Turm ragt wie ein Mahnmal aus dem See und erinnert an die im Jahr 1950 vertriebene Bevölkerung von Graun und Reschen, die durch dieses Stauprojekt ihre Existenz verlor. Nach einem Gruppenfoto, wir präsentieren uns im neuen Radtrikot, geht`s weiter auf dem gut ausgebauten Etschradweg über St. Valentin vorbei am Haidersee nach Burgeis in die mittelalterliche Stadt Glurns, der kleinsten Stadt Italiens mit noch vollständig erhaltenen Stadtmauern. Die Stadt lädt durch ihre schmucken Bürgerhäuser und ihre malerischen Gassen und Winkel zum Verweilen ein. Die Verkäuferin im Eissalon freut sich über unseren Besuch und verwöhnt uns mit italienischem Eis vom Feinsten. So gestärkt führt uns die Tour weiter durchs obere Vinschgau, vorbei an großen Apfelplantagen, der Etsch entlang, durch Prad und Laas und nach einer ausgiebigen Trinkpause am Fischteich Brugg, zum heutigen Etappenziel Schlanders, dem Hauptort des Vinschgaues. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft des Südtirols wird beim Empfang im Parkhotel zur Linde spürbar und wir werden von der Familie Laimer mit einem Glas Sekt herzlich begrüßt. Nach ausgezeichnetem Abendessen im Hotel, machen wir uns noch zu einer Ortsbesichtigung auf und beschließen den schönen Tag bei einem Glas Wein in gemütlicher Runde.

Sonntag, 31.05.2015 09:00 Uhr, 2. Etappe SCHLANDERS – BOZEN.
Nach gutem Frühstück, das Reisegepäck ist schnell verladen, starten wir bei strahlendem Wetter. Schlanders haben wir bald hinter uns gelassen und fahren durch weitläufige Obstplantagen, die Früchte haben sich schon gebildet und versprechen ein gutes Erntejahr. Es geht zügig voran, über Kastelbell, Naturns und Plaus gelangen wir an einen Aussichtspunkt oberhalb von Meran. Wir machen eine kurze Pause, genießen den Ausblick auf Meran und freuen uns auf die nun folgende Abfahrt. Über 7 Kehren geht es talwärts und schon bald haben wir Meran, die zweitgrößte Stadt Südtirols, erreicht. Wir schieben unsere Fahrräder durch die Fußgängerzone und erfreuen uns an der Blütenpracht des Stadtparks. Ein schnelles Gruppenbild, die Räder versorgt und schon dürfen wir beim Brauhof Forst unsere Beine ausstrecken und die Mittagspause genießen. Nach einer geruhsamen Stunde geht es weiter der Etsch entlang über Lana und Andrian, in die Fahrradhauptstadt von Südtirol, nach Bozen. Im Hotel Chrys angekommen (15:30 Uhr) wartet schon unser Buschauffeur Herbert mit kühlen Getränken, das Reisegepäck hat er wie gewohnt bereits im Hotel für uns bereitgestellt. Jetzt machen wir noch einen Spaziergang ins Zentrum der zweisprachigen Hauptstadt Südtirols. Wir bummeln durch die schmalen Gassen und genießen die Altstadt von Bozen. Nach dem Abendessen treffen wir uns noch auf „ein“ Abschiedsgetränk im Hotelgarten wo wir auf einen ereignisreichen Tag zurückblicken können.
 
Montag, 01.06.2015 09:00 Uhr, 3. Etappe BOZEN – TRIENT.
Die Route führt uns Richtung Altstadt bis zur Talferbrücke, entlang der Talfer, die schon bald in den Eisack mündet. Wir passieren die Mündung von Eisack und Etsch, die ab hier ein stattlicher Fluss wird und als schiffbar gilt, fahren vorbei an Leifers und Auer und erreichen Neumarkt, wo ein Radlertreff zur Pause einlädt. Weiter geht`s auf herrlichen Radwegen entlang der Etsch vorbei an Mezzocorona, Nave San Rocco bis Salurn, wo das deutschsprachige Südtirol endet. Ein starker Gegenwind stellt unsere Kondition auf die Probe, schließlich erreichen wir aber unser heutiges Etappenziel Trient (15:00 Uhr), die Hauptstadt des Trentino und der autonomen Region Trentino-Südtirol. Nach dem Zimmerbezug und einer kleinen Stärkung bei unserem Hotel Everest geht’s zur Besichtigung der wirklich sehenswerten Altstadt. Nach dem Abendessen genießen wir den schönen lauen Abend beim Hotel und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

Dienstag, 02.06.2015, 09:00 Uhr, 4. Etappe TRENTO – RIVA AM GARDASEE.
Eine kurze Fahrt durch die Stadt und der Radweg hat uns wieder. Anfangs geht es zügig voran, wir fahren vorbei an Mattarello und Calliano. In Rovereto angekommen, gönnen wir uns eine kurze Pause, fahren weiter über das nun enger werdende Etschtal und über den Staudamm Richtung Westen.

 Hier verlassen wir die Etsch, der Weg steigt leicht an und wir erreichen die Kleinstadt Mori, die für ihren guten Wein bekannt ist. Vor Sant´ Antonio kommt es zu einer Schrecksekunde, gerade in dem Moment, wo unsere 31-köpfige Gruppe eine Kreuzung mit Nebenstraße passiert, galoppiert ein offensichtlich „durchgegangenes“ Reitpferd im vollen Galopp von dieser Nebenstraße auf uns zu und schafft nur noch mit größter Mühe, die enge Abzweigung und donnert hauchdünn an uns vorbei. Gott sei Dank können wir unsere Reise unbeschadet fortsetzen. Wir fahren weiter nach Loppio, vorbei am Biotop Lago di Loppio und erreichen schließlich über einen letzten kurzen Anstieg den Passo San Giovanni. Nach einer schönen Abfahrt auf der alten Pass-Straße eröffnet sich uns ein herrlicher Blick auf den Gardasee. In Torbole angekommen „kämpfen“ wir uns über die stark  reflektierte Straße bis wir schließlich unser Ziel Riva del Garda um 13:40 Uhr erreichen. Der Gardasee präsentiert sich uns bei schönstem Wetter und wir dürfen auf eine schöne und unfallfreie Radtour vom Reschenpass zum Gardasee anstoßen. Nach einem erholsamen Spaziergang durch Riva und dem Abendessen im Hotel la Perla genießen wir den letzten Abend unserer 5-tägigen Reise im Hotelgarten und blicken auf die erlebnisreichen Tage bei „einem“ Glas Wein zurück.

Mittwoch, 03.06.2015 Heimreise
Am Abreisetag haben wir bis 15:00 Uhr Zeit und wir trennen uns in vier Gruppen. Eine Gruppe unternimmt eine Mountainbike Tour über die alte Ponale Straße zum Lago di Ledro, die Strecke wird als schönster Radweg der Welt angepriesen. Die zweite Gruppe schaut sich die Gegend um den Gardasee vom Rad aus an und eine Gruppe wandert zum Turm der Bastion. Die 4. Gruppe macht eine Besichtigungstour durch Riva auf der Suche nach Eis und Eis und …

Pünktlich um 15:00 Uhr wird die Heimreise über Bozen-Brixen-Sillian und Kötschach angetreten, um ca. 21:00 Uhr erreichen auch die letzten Teilnehmer ihren Heimatort.

 

Gerne schauen wir auf unsere Radreise vom Reschenpass zum Gardasee zurück, war es doch eine Reise mit vielen schönen Eindrücken, auf bestens ausgebauten Radwegen. Wir erlebten das schöne Südtirol aus nächster Nähe, begegneten mittelalterliche Burgen und Schlösser, fuhren durch unzählige Obst- und Weingärten, als ständigen Begleiter an unserer Seite die Etsch, von ihrem Ursprung am Reschenpass bis Mori im Trentino.

Ich möchte mich bei allen Teilnehmern für die disziplinierte und rücksichtsvolle Fahrweise und den wirklich netten und freundschaftlichen Umgang miteinander bedanken. Ein besonderer Dank für die Unterstützung gilt den Tourenführern innerhalb der Gruppe Johann Braunmüller und Helmuth Buchacher und unserem Schlussmann Raimund Iskrac, dem auf der gesamten Reise kein Schäfchen verloren gegangen ist.

 

Karl Sternig

beim Reschensee
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Naturfreunde St. Stefan im Gailtal
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