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Nepal Trek

Mitte November 2016 starteten die 3 Mitglieder der NF Ortsgruppe St. Stefan Anni & Werner Schoitsch, mit Gerhard Jarnig, Andreas Fink vom ÖAV Hermagor und Martin Kerschbaumer aus Villach zu einer Trekkingtour in den Solu-Khumbu – Nepal.

Ziel und Höhepunkt der Tour sollte der 6461 m hohe Gipfel des Mera Peak sein.

Von München flogen wir über den Oman nach Kathmandu, und dann mit einen Inlandsflug weiter nach Lukla. Als einheimischer Guide stand uns Dawa Nuru Sherpa mit seinem Freund Umesh Rai zur Seite. Meelan und Pirall begleiteten uns als Träger.

Zum Akklimatisieren hatten wir eine sieben tägige Trekkingtour nach Khumjung geplant. In 2 Tagen wanderten wir von Lukla über Namche Basar nach Khumjung in das „Green Valley“ auf 3800m. Khumjung liegt in einem Hochtal oberhalb von Namche Basar, eingebettet zwischen Sechstausendern. In Khumjung gibt es auch die Hillary Highschool wo 340 Kinder zur Schule gehen. Das Kinderheim „Khumbi Yulha Education Center“ (KEC), in welchen Kinder von uns unterstützt werden ist ebenfalls in Khumjung, und war eigentlich das Hauptziel für diese Tage. Am Abend waren wir im KEC eingeladen, zu einem super „Dal-Bhat“ gab es Tanzvorführungen der Kinder. Sichtlich berührt Verliesen wir alle nach einen wunderbaren Abend das KEC.

 

Am nächsten Tag erwanderten wir den 4200 m hohen Kunde Peak, 10 Teenager vom KEC begleiteten uns auf der halben Strecke. Am drauffolgenden Tag spazierten Andi, Martin und ich nach Thame um das Kraftwerk, welches von Öko-Himal errichtet wurde, zu besichtigen. Anni verbrachte den ganzen Tag mit den Kindern des KEC, und Gerhard legte einen Rasttag ein.

 

Bevor wir am drauffolgenden Tag Richtung Tengboche spazierten, machten wir noch eine Kurzvisite im KEC. Spontan übernahm Gerhard und Andi je eine Patenschaft für ein Kind!!

 

Leider hatte Gerhards Gesundheitszustand sich verschlechtert, so konnte er nicht mit uns die ganze Strecke nach Tengboche marschieren und blieb in Lawishasa.
Tengboche ist der spirituelle Mittelpunkt des Sherpa Buddhismus im Khumbu, und durch sein Kloster sehr bekannt. Wir genossen die paar Stunden an diesem wunderbaren Ort, von wo aus Everest, Lhotse und Ama Dablam zu bewundern sind.

 

Zurück in Lawishasa, mussten wir leider feststellen das Gerhard höhenkrank war! Für Gerhard war es eine lange Nacht voller Zweifel ob der Abstieg aus eigener Kraft zu schaffen ist. Der „Abstieg“ beginnt aber mit einen Aufstieg von 300hm, dann geht es auf und ab bis Namche. Gott sei Dank hatten die Medikamente gewirkt und Gerhard hatte genug Kraft. Nach einem stärkenden Essen stiegen wir bis Monju ab. Am nächsten Tag trennten wir uns, Gerhard ging mit Dawa in 2 Tagesetappen nach Lukla, wir in einem Tag.

 

In Lukla bereiteten wir uns dann auf den 2. Teil, den eigentlichen Mera Peak Trek vor. Gerhard musste leider in Lukla bleiben um sich zu erholen.

 

Mit Dawa und unseren 2 Trägern machten wir uns zu viert auf den Weg über den 4600 m hohen Zatwar-La Pass in das Hinku Valley. Nach 3 Tagesetappen erreichten wir den Ort Kote auf 3800 m. Von dort ging es weiter nach Thangnag (4300 m). Hier erlebten wir im Morgengrauen um 5:20 ein Erdbeben der Stärke 5,5. Es dauerte ca. 30 Sekunden – alle waren etwas geschockt… Gott sei Dank ist nichts passiert!

 

Von Thangnag führt der Weg zur letzten Siedlung auf knapp 5000 m – nach Kare. Nach einer guten Nacht starteten wir zu einer Erkundungstour in das  Mera Base Camp. Durch den Gletscherrückgang war es uns ohne Eisausrüstung nicht möglich den Mera-La zu passieren um in das Base camp auf der andern Seite des Passes zu gelangen. So beschlossen wir dass wir auf der Westseite des Passes unser Lager aufschlagen werden. Zurück in Kare sortierten wir unsere Ausrüstung, Schuhe und Gletscherausrüstung konnten wir uns in der Lodge ausleihen.

 

Mit schweren Gepäck machten wir uns am nächsten Tag auf in unser Base Camp, welches dann aus 3 Zelten bestand. Den restlichen Tag verbrachten wir mit etwas Training am Eis, Vorbereitungen für den nächsten Tag, Essen und Trinken. Das Wetter war wie in den letzten 2 Wochen wunderbar, nur blauer Himmel. Auch für den Gipfeltag war schönes Wetter ohne Wind angesagt, und die Temperaturen waren angenehm.

 

In der Nacht wurde Anni leider auch Höhenkrank, Martin fühlte sich auch nicht in Form, so das Andi und ich uns um 6:00 Uhr aufmachten Richtung Gipfel. Anni, Martin und Dawa stiegen nach Kote ab.

Mit Andi kamen wir sehr gut voran. Ein wunderbarer Tag, tolle Fernsicht auf das umliegende Bergpanorama. 5 Achttausender Cho-Oyu, Everst, Lhotse, Makalu und Kangchendzönga sind zu bewundern. Vorbei am Platz des High Camp auf 5700 m ging es immer weiter aufwärts. Der anfängliche Morgenwind ließ nicht nach und wurde immer stärker. Auf 6330 m, den Gipfel fast in Reichweite ging mir die Energie aus, auch Andreas hielt ein weitergehen bei diesen Sturm für nicht sinnvoll. Ein paar Fotos – und wir kehrten den Gipfel um 13:00 Uhr den Rücken. In nicht einmal 2 Stunden saßen wir dann schon im Base Camp, wo uns Meelan und Piral mit Tee und Suppe verwöhnten.

Das Camp wurde abgebaut, und doch etwas müde stiegen wir nach Kare ab, und am nächsten Tag bis nach Kote, wo wir Anni, Dawa und Martin wieder trafen. Es gab ein herzliches wiedersehen, und wir verbrachten einen tollen Abend.

 

Die nächsten beiden Tage durch das Hinku Valley waren ein unvergesslicher Trip, welcher uns den nicht erreichten Gipfel und die Strapazen vergessen ließ! Ein Urwald mit riesigen Tannenbäumen, Wacholderbäumen, Rhododendren und Bambus, Gräben, Bachläufen, Felsen… ein Märchenwald!!

Am Ende dieser 2 Tage erreichten wir Panggom – und zu unserer Überraschung war auch Gerhard und Umesh da!! Das war ein freudiges Wiedersehen!

Gerhard war gut erholt, und hatte mit Umesh eine Rundwanderung durch den unteren Khumbu gemacht.

 

Gemeinsam wanderten wir in den nächsten beiden Tagen nach Lukla, wo wir die gesunde Ankunft ein wenig feierten.

Der Rückflug von Lukla nach Kathmandu war wieder ein Erlebnis für sich, noch einmal die Berge sehen, bevor wir ein Teil des Chaos von Kathmandu wurden.

 

Gesund und mit unvergesslichen Eindrücken erreichten wir gesund unsere Heimat wieder.

 

Nepal – wir sehen uns wieder!

Namaste - SchoWe

 

 

 

 

 

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