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Wandertage Defereggental

Defereggental, 19. bis 22. Juli 2018

 

Das Defereggental, mit den parallel verlaufenden Nachbartälern Pustertal und Virgental, ist für die Naturfreunde Ortsgruppe St. Stefan im Gailtal dank unserem besonders ortskundigen Jürgen schon seit Jahren ein Geheimtipp. In der Zwischenzeit hat sich dies auch herumgesprochen und wir freuten uns über die Teilnahme von 25 Wanderern, einige davon auch von anderen NF-Ortsgruppen.

Ausgangspunkt für unsere erste Wanderung auf die Seespitze war der Parkplatz beim Jagastüberl in Trogach (1.705 m).

Vorerst marschierten wir entlang eines Schotterweges und gelangten dann zum Wegweiser Richtung Oberseehütte. Die weitere Strecke ging durch ein bewaldetes, leicht ansteigendes Gebiet bis unterhalb der Lawinenverbauungen. Über zum Teil sumpfige, mäßig ansteigende Almwiesen erreichten wir die Hütte, welche leider aus bürokratischen Gründe unbewirtschaftet ist. Über einige Geländestufen gelangten wir auf 2.580 m zum imposanten Oberseitsee, der in eine atemberaubende Bergarena eingebettet ist.

Kurz nach dem See wird das Gelände merklich anspruchsvoller. Der letzte Abschnitt ist recht ausgesetzt, jedoch mit einer Stahlkette versichert, dann erreicht man über eine Rinne den Gipfel auf einer Seehöhe von 3.021 m. Unsere Tour dauerte rund 6,5 Stunden. Ein kleiner Teil der Wanderer marschierte bis zum Oberseitsee, genoss dort die Umgebung und die Stille und kehrte dann zum Ausgangspunkt zurück. Obwohl uns ständig schwarze Wolken begleiteten, konnten alle diese Tour im Trockenen beenden.

Der Samstag begann mit intensiven Regenfällen - was tun? Vorerst etwas ausruhen und den Ort und seine Umgebung erkunden. Doch siehe da, noch vor Mittag zeigten sich wieder Sonnenfenster und so entschied sich Jürgen für die immer wieder interessante Tour zur Jagdhausalm. In mehreren Gruppen nahmen wir zeitversetzt diese Tour in Angriff. Über eine Mautstraße gelangt man zum Parkplatz der Oberhausalm (1.786 m). Nach ca. 30 Minuten durch Zirbenwald erreicht man die Untere Seebachalm mit einer Hütte wie aus einem Heimatfilm. Kinder boten dort Kaffee, Saft und Trödeleien an. Weiter, vorbei an der Oberen Seebachalm,  sieht man auch schon bald die Jagdhausalm auf 2.009 m, urkundlich erwähnt bereits im Jahre 1212 und im Besitz von Südtiroler Bauern. Ihre Hütten nannte man die Schwaighöfe. Nach einer zünftigen Jause marschierten wir schnellen Schrittes zurück zum Parkplatz, da uns ein ordentlicher Regenguss erwischte.

Bei unserer letzten Wanderung starteten wir in Maria Hilf. Am Ende der asphaltierten Straße ging es wenige Meter auf einem Forstweg und anschließend über einen mittelsteil ansteigenden Waldweg zur Lappachalm, danach folgte ein recht feuchter Almboden. Vor der Blindisalm wanderten wir entlang eines schattigen Waldweges. Wir genossen eine kurze Einkehr auf der Alm und marschierten weiter zur Alpe Stalle, wo sich so manche Wanderer noch ordentlich stärken konnten. Über einen Wald- und Güterweg erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt Maria Hilf.

Wir bedanken uns bei Jürgen für die gute Vorbereitung und vor allem, dass er es trotz instabiler Witterung immer wieder schaffte, für jedes Wetter die optimale Tour auszuwählen.

 

Margit

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Seespitze 3.021 m
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