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MONTENEGRO, eine Wanderreise mit Kultur und Kulinarik

vom 28.4. bis 5.5.2019

 

Montenegro, das Land der schwarzen Berge besticht durch seine Vielfalt. Im Norden und Osten erreichen die Gebirgsketten bis zu 2500 m, im Südosten ist es die steil abfallende Küste an der Adria. Kleine Gebirgsdörfer mit Handwerkskunst, Städte mit Geschichte, Orte für die Einheimischen und Touristen sowie Gebiete für die Superreichen wechseln sich ab. Geschrieben werden die lateinischen und kyrillischen Schriftzeichen.

Dass eine Wanderreise mit guter Ausrüstung und einem positiven Teamgeist auch an mehreren Regentagen gut gelingen kann, wurde von unserer Wandergruppe bestens bewiesen.

Bereits bei der ersten Wanderung oberhalb von Sveti Stefan, ein ehemaliges Fischerdörfchen, heute eine mondäne Hotelinsel, begrüßten uns die ersten Regenwolken. Zum Glück konnten wir den ersten Teil der Wanderung noch trocken hinter uns bringen. Das Ziel der Wanderung im Gebiet der Pastrovacka Gora war in der Nähe der Ruine Kosmac. Unser erstes gemeinsames Mittagessen genossen wir dann in Budva.

Am nächsten Tag stand die Bucht von Kotor am Programm. Wir erlebten eine sehr interessante Stadtführung, fuhren mit dem Bus nach Perast und von dort gab es eine kurze Schifffahrt zur Kirche Maria vom Felsen auf einer künstlich angelegten Insel. Beendet wurde dieser, aufgrund des Regens wanderfreie Tag, mit einer Verkostung bei einer Muschel- und Austernzucht.

Der Bus brachte uns am dritten Wandertag nach Radovici, der erste Ort auf der Halbinsel Lustica oberhalb von Tivat. Auf steinigen Wanderwegen mit sehr vielen Blumen, einigen kleinen Ruinen und mit dem höchsten Punkt auf 430 m genossen wir diese aussichtsreiche Wanderung. Im Ort Tici erfuhren wir viel über die Olivenölproduktion und wurden dort auch bestens bewirtet.

Eine Wanderung durch alte Olivenhaine brachte uns am nächsten Tag zu den Mauern von Stari Bar, eine malerisch gelegene Ruinenstadt in welcher u.a. die Überreste eines Glockenturms, eines Bades, einiger Sakralbauten zu sehen sind. Die kleinen Geschäfte im Ort bieten sehr viel selbst Hergestelltes. An der Küstenstraße fuhren wir dann in die südlichst gelegene Stadt Ulcinj mit einer sehenswerten Altstadt. Das Stadtbild zeigt einen eher orientalischen Charakter, vor allem durch die zahlreichen Moscheen. Direkt in der Stadt befindet sich der Mala Plaža, der kleine Stadtstrand. Der Abschluss dieses Tages war die Busfahrt in das Delta des Bojanaflusses direkt an der Grenze zu Albanien. In alten Stelzenhäusern befinden sich die besten Fischlokale Montenegros, wo auch für uns Fischgerichte vorbereitet wurden.

Cetinje, die alte Hauptstadt Montenegros mit sehr viel Kultur und Geschichte durfte natürlich nicht fehlen. Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir durch den Nationalpark Lovcen und besuchten am Gipfel auf 1600 m das überdimensionale Mausoleum von Petar Njegos, welches man über 461 Stufen erreichte. Nach der Führung wurden wir vom Bus abgeholt, der allerdings nach einer kurzen Fahrt eine größere Panne hatte und wir daher zu Fuß nach ca. 2,5 Stunden unser vorläufiges Ziel, den Ort Njegusi erreichten. Aufgrund der diesmal stabilen Wetterlage war diese Wanderung, die hauptsächlich durch Waldgebiet führte,  ein wahrer Genuss. Nach einer Stärkung stand im Anschluss daran der Höhepunkt dieses Tages auf dem Programm, und zwar „die Leiter von Kotor“. Das erste Drittel ging steil bergab durch den Wald aber anschließend erfreuten wir uns an dem Serpentinenweg über ca. 7 km und 900 m Abstieg, da wir stetig die Bucht von Kotor mit den umliegenden Orten und Gebirgsabschnitten sowie die Festung oberhalb von Kotor im Visier hatten. Ein nochmaliger Rundgang durch die Altstadt beendete diesen Tag.

Ausgangspunkt für die Schifffahrt am Skadarsee (Skutari See) am letzten Tag war der Ort Virpazar. Erstaunt waren wir über die zahlreichen Vogelarten, Seerosenteppiche und Wasserkastanien . Ziel war der Ort Rijeka Crnojevica. Am Aussichtspunkt Pavlova Strana hatten wir einen schönen Überblick über die zuvor absolvierte Bootsfahrt. Beim Besuch eines Weingutes und einem ausgiebigen Abschiedsessen wurden die Wandertage nochmals in Erinnerung gerufen.

Neben dem guten Zusammenhalt und der positiven Einstellung der Wandergruppe vor allem wegen der zum Teil widrigen Wetterverhältnisse muss auch Lob und Anerkennung unserem einheimischen Wanderführer Amjan ausgesprochen werden, der aus den Touren immer wieder das Beste herausholte und uns vieles auf eine sehr unterhaltsame und nette Weise erzählen konnte.

 

Margit

 

 

 

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