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Ahrntal

Ahrntal in Südtirol, vom 2.9. – 5.9.2021

 

Die Bergwelten Südtirols nur einmal zu erleben ist einfach zu wenig, daher entschlossen sich 25 Naturfreunde auch in diesem Jahr ein paar Wandertage im Ahrntal zu verbringen. Um 17.00 Uhr trafen wir uns beim Garni Niederbacher in Sand in Taufers, wo wir in einer gemütlichen Pizzeria den ersten Tag ausklingen ließen.

Am zweiten Tag fuhren wir vorerst mit der Kabinenbahn Speikboden, danach noch mit dem Sessellift Sonnklar auf 2.400 m. Von dort ausgehend machten wir die Wanderung am Kellerbauerweg bis zur Chemnitzer Hütte am Nevesjoch und dann weiter zum Neves Stausee, wo wir bereits am Vorabend einige Fahrzeuge parkten. Im östlichen und mittleren Teil dieses Weges, wo der Kamm noch sanftere Formen aufweist, führt der Weg großteils durch Grasgelände. Einige unserer Wanderer machten unterwegs einen Abstecher auf den Gornerberg, auch Henne genannt auf 2475 m. Im westlichen Abschnitt wo wir die vielen felsigen und schneebedeckten Berggipfel sahen, marschierten wir über steile Blockhänge. Unterwegs erreichten wir den abgeschiedenen Tristensee, umfriedet von Felsgeröll und einem begrasten Wall. Die Rast auf der Chemnitzer Hütte war eine ausgesprochene Wohltat. Der Abstieg erfolgte zuerst über die flachen sonnigen Grashänge des Nevesbodens, danach entweder über den Steig oder entlang des breiten Forstwegs zum Ufer des kristallklaren Neves-Stausees. Die ca. 7-stündige Wanderung mit 23 km war doch recht fordernd, doch die einmalige Bergwelt ließ alle Mühen vergessen.

Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir am dritten Tag bis Kasern, dem letzten Ort des Tales. Wir marschierten am Talboden Richtung Prastmann und Heilig-Geist-Kirche entlang der Ahr, danach wurde es bis zur Lahneralm etwas steiler. Im Almenbereich wurde es etwas flacher und danach mussten wir steile Blockstufen bis zur Birnlückenhütte (2.441 m) überwinden. Die Blicke talauswärts sowie auf den mächtigen Gletscher der Dreiherrenspitze brachten uns zum Staunen. Fünf Wanderer zog es noch auf die Birnlücke in 2690 m und erfolgte der Abstieg über den Lausitzer Höhenweg zurück zur Hütte. Eine Siebener-Gruppe wanderte in Richtung Untere Tauernalm, weiter über den Lausitzer Höhenweg immer aufwärts zur Oberen Tauernalm und vorbei an der geschlossenen Neugersdorfer Hütte (altes Zollhaus). Nach der Überquerung der in Holz gebauten Teufelsstiege  gelangten sie flott über die in Blockstein kunstvoll gelegte Panorama-Autobahn zur Via Vetta d’Italia, danach erfolgte der Abstieg zur Birnlückenhütte. Zurück nahmen alle drei Gruppen den direkten Weg nach Kasern. An diesem Tag wurde zwischen 4 und 6 Stunden gewandert, jedoch auch diese prächtige Bergkulisse ließ unsere Muskeln nicht so müde werden.

Vor unserer Heimreise wollten wir noch etwas Besonderes sehen und dafür sind die Reinbachfälle, ein wahres Naturschauspiel und Kulturdenkmal, bestens geeignet. Über den Franziskus-Besinnungs-Weg, welcher zum Gebet in der Natur einlädt, ging es vorerst flach zum ersten, dann teilweise über Stufen zur Aussichtskanzel des zweiten und zuletzt über die Brücke zur Schlucht mit einem Prachtblick auf den dritten und größten Wasserfall. Steil bergan ging es größtenteils über Stufen zur Franz und Klara-Kapelle, die ehemalige Kapelle der Toblburg. Fein erfrischt vom herrlichen Wald und dem Sprühregen der Wasserfälle erreichten wir wieder unsere Autos und setzten am frühen Nachmittag die Heimreise an.

Ein paar Tage in einer prachtvollen und abwechslungsreichen Bergwelt, inmitten unberührter Natur und mit Naturfreunden, die für dies auch den nötigen Biss und die Freude haben, lassen so manche Mühen des Alltags vergessen. Wir haben uns alle sehr gut verstanden und uns über so Vieles unterhalten. Wir danken euch allen für diese schönen Tage und freuen uns schon auf das nächste Jahr im Ahrntal.

 

Margit

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