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Wandertage Wachau

vom 9. bis 12.9.2026

 

Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen im Vorjahr beschlossen die Naturfreunde St. Stefan eine Wiederholung der Wandertage in der Wachau.

 

Wir starteten am Mittwoch um 7.00 Uhr in St. Stefan und erreichten gegen 12.45 Uhr die Frühstückspension Donaublick, wo wir unseren NF-Wanderführer und Freund Franz Höfler aus Böheimkirchen begrüßten.

 

Aufgrund des sich angekündigten Regens hat Franz die ursprüngliche Tour umgeplant und so wurde es eine kleine Wanderung im Bereich des Jauerlings (960 m), die höchste Erhebung der Wachau sowie ein bedeutendes Skigebiet. Wir gingen auf die 38 m hohe Aussichtswarte und hatten gute Blicke auf Maria Langegg, die Burgruine Aggstein, das Tullnerfeld u.a. Eine kleine Rundwanderung führte uns an einem sehr markanten Gipfeldenkmal, ein Rundbau in Holzkonstruktion, vorbei. Aufgrund des anhaltenden Regens kehrten wir schließlich in der Gaststätte des Aussichtsturms ein.

Mit einer Zeit (inkl. Einkehr) von zwei Stunden, einer Strecke von 4 km und 111 hm war es unter diesen Witterungsverhältnissen ein prima Einstand unserer Wandertage.

 

Der Donnerstag war ein richtiger Sonnentag und mit der Rollfähre ging es ans Südufer der Donau. Von Oberarnsdorf startete unserer Wanderung vorerst recht steil durch den tiefgrünen Dunkelsteinerwald mit den bizarren Gesteinsformationen. Bald erreichten wir das Gipfelkreuz der Roten Wand sowie unser nächstes Ziel den Hohen Stein auf ca. 723 m. Die großteils bemoosten Felsen waren ein echter Blickfang und einige unserer Wanderer erklommen den über Leitern und mit Seilen gesicherten Gipfel. Uralte Buchen- und Eichenwälder sowie Wildschweinkirrungen (Anlockplätze zur Wildschweinerlegung) begleiteten uns auf der Strecke. Im angenehmen Schatten der Wälder erreichten wir die von weitem sichtbare Wallfahrtskirche Maria Langegg. Über Wald- und Wiesenwege kamen wir dem Endpunkt, der Burgruine Aggstein immer näher. Im Bereich des Parkplatzes führt auch der „E 6 – Europäische Fernwanderweg“ vorbei.

Die Burgruine thront auf einem schroffen Felskamm. Gruselig war der Rundgang, wo wir mit bestialischen Foltermethoden konfrontiert wurden, bestechend allerdings die fantastischen Ausblicke. Wirklich gemütlich war es im Burgstüberl bei mittelalterlicher Atmosphäre.

Über den ganzen Tag waren wir 6,15 Std. unterwegs und brachten ca. 16 km und 860 hm hinter uns.

 

Regenwolken am Freitag, nicht gerade berauschend, doch wir waren ja zum Wandern hier. Von Mitterarnsdorf an der Südseite der Donau marschierten wir durch das malerische Kupfertal. Auf einem recht knackigen Anstieg über den bewaldeten Höhenrücken erreichten wir die Wegkreuzung „Herrenplatzl“ und weiter ging es recht steil bis zum Gipfel des Seekopfs auf 671 m mit der hölzernen Aussichtswarte. Über einen kurzen, felsdurchzogenen Waldsteig marschierten wir weiter zum Zustieg der Hirschwand auf 635 m. Wie immer war dieser markante Granitblock ein Magnet für unsere Kletterbegeisterten. Auf teils rutschigen, steilen Waldwegen führte die letzte Etappe über den Jankerlweg durch Eichenwälder, vorbei am Flurdenkmal „Rührsdorfer Marterl“ bis nach Rossatz, wo wir unsere „Regenwanderung“ in einer Buschenschenke ausklingen ließen.

Trotz der eher widrigen Wetterverhältnisse waren wir etwas mehr als fünf Stunden auf 14 km und 694 hm unterwegs.

 

Samstag, Schlössertour!. In der Nähe des Schlosses Luberegg begann unsere Wanderung in St. Georgen mit dem Donausee, ein durch den Kraftwerksbau Melk entstandener idyllischer Nebensee. Der erste Abschnitt führte entlang des Donauradweges, vorbei an der Ortschaft Urfahr, dann weiter durch Felder, vorbei am Galgenkreuz und durch Waldgebiet. Die Strecke ist auch ein Teil des Nibelungengau Weitwanderweges, des österr. Jakobsweges sowie des Ysper-Weitental-Rundwanderweges. Wir passierten die Ortschaft Leiben, marschierten weiter auf einer Asphaltstraße und hatten unweit das Schloss Artstetten mit seinen sieben Zwiebeltürmen im Blick. Wir schlenderten ein wenig im Schlossgarten und warteten auf den uns bereits bekannten Museumsführer Manfred Hartl.

Im Schloss Artstetten erfuhren wir viel Wissenswertes über den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie Chotek, dessen tragisches Ende aufgrund des Mordanschlags durch Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 in Sarajevo den 1. Weltkrieg auslöste.

Da die Zeit zum Wandern knapp wurde, fuhren wir zur barocken Wallfahrtsbasilika Maria Taferl, wo wir auch noch einige Informationen von Manfred erhielten.

Nach recht viel Kulturgeschichte freute man sich auf den nächsten Programmpunkt. Sofort nach dem Ankommen in unserem Quartier marschierten wir schnurstracks durch die Weinberge zum Gipfel des 1000-Eimerberges. Bei gutem Wein, kleinen Imbissen und der interessanten Erklärung über den Weinbau beendeten wir diesen informationsreichen Tag.

Unser geschichtlicher Wandertag erforderte eine Gehzeit von 3 ½ Stunden und führte über ca. 12 km und 340 hm.

 

Aufgrund der Straßensperren wegen des Wachau-Marathons musste am Sonntag die Abfahrtszeit und der Streckenverlauf unserer Wanderung vollkommen umdisponiert werden.

Um 7.30 Uhr waren alle startklar und fuhren zum Parkplatz des Ratzersdorfer Sees. Die hier aufgestellten Sonnenschirme und Liegestühle hauchten uns Karibikflair ein. Auf dem Badesteg noch schnell ein paar Fotos, dann ging es weiter auf gemütlichen Wegen entlang des Sees, danach kam die Brücke über die Traisen zum Großen (Badesee) und Kleinen (Rückzugsgewässer für die Tiere) Viehofner See. Eine Aussichtswarte zwischen den beiden Seen gewährte uns einmalige Blicke in die nahe Umgebung. Die herrlich frische Luft auf wunderbaren Waldwegen beendete diese Wanderung, ehe wir wieder den Parkplatz erreichten.

Unsere kurze, jedoch landschaftlich abwechslungs- und genussreiche Wanderung führte über 5 km bei 34 hm und einer Gehzeit von 1 ½ Std.

Da wir noch Zeit hatten bot uns Franz eine Stadtführung durch die ehemalige Römerstadt St. Pölten, welche seit 1986 Landeshauptstadt ist, an. Gerne nahmen wir dieses Angebot an und vom Klangturm, dem Wahrzeichen von St. Pölten hatten wir einen fantastischen Rundblick über die ganze Stadt. Da wieder ein wenig Regen einsetzte kam ein Konditoreibesuch gerade recht, bevor wir uns auf die Heimreise begaben.

Wir verabschiedeten uns bei unserem Wanderführer Franz und dankten ihm für diese super organisierten Wandertage, dessen besondere Herausforderungen er ganz souverän meisterte. Kurz gesagt: „Sehr gerne wieder“!

Die abwechslungsreichen und landschaftlich wunderschönen Touren mit dem stetigen Blick auf die Donau erfreuten unsere Wanderherzen und mit diesem wohltuenden Gefühl erreichten wir am späten Abend alle wieder unsere Heimatorte.

 

Margit

 

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bei der Wein Verkostung
1000 Eimer Berg
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