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Wanderung Weissensee

Gemütlich wandern oder doch nur spazieren?
Naturfreunde unterwegs am Weissensee


Am Sonntag, dem 11. Oktober, machten sich 21 Wanderfreudige der Naturfreunde St.
Stefan im Gailtal auf den Weg zum Weissensee. Zwei davon waren zum Schnuppern
dabei – und wurden gleich einmal auf Herz und Nieren geprüft!
Schon beim Start in Techendorf zeigte sich der Herbst von seiner mystischen Seite:
Nieselregen, graue Wolken und jede Menge Nebel. Der Weissensee und das Drautal
versteckten sich unter einer geheimnisvollen Wolkendecke – fast so, als hätten sie
beschlossen, sich an diesem Tag nur den besonders hartnäckigen Wanderern zu zeigen.
Entlang der Feuchtwiesen am südwestlichen Seeufer ging es hinauf zur Franz-
Josefshöhe. Nach einer kurzen Rast beim Gedenkstein durfte natürlich auch ein
Abstecher zum Aussichtspunkt nicht fehlen. Ob die Aussicht besser war als die
Wetterprognose, blieb angesichts der Nebelschwaden der Fantasie überlassen.
Weiter führte die Runde hinunter nach Praditz und auf der Nordseite des Sees zum
Tschabitscherhof. Leider war dieser geschlossen – was die Wandergruppe allerdings
nicht davon abhielt, die wohlverdiente Jause einzunehmen. Wobei ein besonders
hungriger Teilnehmer o􀆯enbar Zweifel an der angegebenen Gehzeit hatte: Er verzehrte
seine Jause kurzerhand schon fünf Gehminuten vor dem eigentlichen Rastplatz. Sicher
ist sicher – man weiß ja nie, ob die nächste Bank besetzt ist!
Anschließend ging es wieder talwärts und gemütlich am nördlichen Promenadenweg
zurück nach Techendorf. Knapp vier Stunden Gehzeit und rund 300 Höhenmeter
standen am Ende zu Buche. Und siehe da: Am Nachmittag zeigte sich sogar noch die
Sonne!
O􀆯enbar wollte uns der Herbst zum Abschluss doch noch versöhnlich stimmen.
Besonders erfreulich: Unsere beiden Schnupperwanderinnen waren mit viel Motivation
dabei. Einer zukünftigen Naturfreunde-Mitgliedschaft dürfte also nichts im Wege stehen
– außer vielleicht der nächste Nebeltag!
Zum gemütlichen Ausklang kehrte die Gruppe in Techendorf zum Essen ein. Dort ließ
sich der Wandertag bei guter Verpflegung bestens abschließen.
Bleibt nur noch die entscheidende Frage: War das nun eine gemütliche
Herbstwanderung oder doch eher ein ausgedehnter Spaziergang?
Die Antwort überlassen wir Kaiser Franz Joseph – er hätte vermutlich nur milde gelächelt
und gemeint: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“.
Sebald

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